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Für
seinen Herrn wäre es einfach überflüssig gewesen den Tierarzt zu
holen. Wozu auch? Es war doch so einfach und billig einen neuen
Galgo zu bekommen. Aber heute, mit kaum zwei Jahren, ging etwas
daneben. Was war es? Wo hatte er sich geirrt? In nichts, nur, mit
knapp zwei Jahren war ein Galgo zu nichts mehr nütze. Andere,
ältere Hunde sind bessere Zuchttiere und andere, jüngere Hunde sind
bereit die Herauforderung und den Kampf aufzunehmen der Beste zu
sein.
Und
so, heute wie andere Tage auch, verließen sie den Zwinger auf's
Feld hinaus, aber heute, als sie an einem alten verlassenen Gebäude
vorbeikamen, abseits aller Blicke, warf ihm sein Herr einen Strick
um den Hals und band ihn an den Galgen. Seine Hinterbeine berührten
eben noch trippelnd den Boden und es kostete ihn große Kraft, sich
auf den Beinen zu halten.
Aber
all seine Anstrengungen nützten ihm nichts, nichts sein Geheul,
seine Schreie, sein Strampeln und Keuchen. Es machte nichts aus,
sein Herr setzte sich daneben, zusammen mit seinen anderen
Jagdhunden, um zuzusehen wie er zwischen Leben und Tod hing, wie er
kämpfte in einem Kampf, den er in jedem Fall verlieren
würde.
Und -
was er wiederum nicht wusste - er würde sein Leiden damit nur
verlängern und so sollte er den anderen Galgos als Beispiel, damit
diese die Strafe für das Versagen sähen, die Strafe für den Fehler,
die Strafe dafür, als Galgo geboren zu
sein.
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